Eine Bitte der Rosenkranzkönigin

Wenn Maria bei der Gründung des Gnadenortes die christlichen Eheleute so hoch geehrt hat und ihren königlichen Thron in Pompeji mit einem Hofstaat von unschuldigen Kindern umgab und so wunderbar für sie sorgte, wollte sie der Welt und den christlichen Eltern die Lehre geben, wie man die Kinder zu ihr führen soll. O, daß doch christliche Mütter ihre Kinder der Gottesmutter weihen würden! Eine solche Weihe ist von unglaublicher Wirkung; ein solches Kind geht, wage ich zu sagen, nicht verloren, und sollte es später vom rechten Wege abirren, Maria wird ihr verirrtes Kind wieder suchen. Das beweisen unzählige Bekehrungen, welche auf die Weihe der Mutter zurückzuführen sind, auch wenn die Mutter jahrelang im Grabe ruhte. Die gottselige Anna Katharina Emmerich erzählte von einem großen Sünder, dem die Mutter Gottes drei Jahre vor seinem Tode erschien und ihm offenbarte, seine Mutter habe ihn ihr bei seiner Geburt geweiht, er solle sich jetzt bekehren. Er führte noch drei Jahr ein frommes Einsiedlerleben und starb selig, nachdem ihm Maria im Tode noch einmal erschienen war. Die heilige Mechtildis sah ein Kind im Himmel unter die Klosterfrauen versetzt, weil seine Mutter es für den Ordensstand bestimmt hatte. Solche Wirkung hat das Gebet einer frommen Mutter. Wie schön wäre es, wenn man alljährlich an einem Marienfeste die Kinder der himmlischen Mutter weihte, und ihnen als Andenken eine Medaille, ein Bild, ein Buch oder ein Skapulier gäbe. Das wäre die beste Vorbereitung auf den Weißen Sonntag. Man lasse Maria die Kinder vorbereiten, und halte sie an, recht viel zur Mutter Gottes um eine würdige heilige Kommunion zu beten. Unzählige Kinder würden dem zeitlichen und ewigen Verderben entrissen, wenn man das Samenkorn der Andacht zu Maria ihnen ins Herz pflanzen würde.

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